
Product
For Beautiful products
Ressourcen
It’s a material world
Die Modebranche steht vor großen Herausforderungen, und die Realität ist, dass unsere Produkte Ressourcen verbrauchen. Wir glauben an gutes Handwerk, um sicherzustellen, dass die von uns verwendeten Ressourcen in hochwertige, langlebige Produkte verwandelt werden. Wir sind außerdem davon überzeugt, dass die richtige Pflege der Schlüssel zu einer langen Produkthaltbarkeit ist – deshalb hier einige Tipps: Care Guide
Materialien
What are we made of?
77 % unseres Materialvolumens sind natürlicher Herkunft. Wir unterscheiden hier zwischen pflanzlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen, tierischen Materialien wie Wolle oder Leder und Regeneratfasern wie Viskose oder Modal. Wir setzen synthetische Fasern bewusst ein, zum Beispiel um Produkteigenschaften wie Griff oder Haltbarkeit zu verbessern.
Unser wichtigstes Material ist Baumwolle. Mit 300 Tonnen ist sie unsere meistgenutzte Faser, gefolgt von Schafswolle und Polyester, die je 13 % des Faservolumens ausmachen.
Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2024/25
des Faservolumens, das im GJ 2024/25 verwendet wurde.


Tierwohl
Be kind to every kind.
Not just humankind.
Die Verwendung von Materialien tierischer Herkunft kommt immer mit Verantwortung einher. Wir wollen den Tieren, die indirekt von unserem Handeln betroffen sind, gerecht werden, weshalb wir 2025 unsere Policy zu tierischen Materialien entwickelt haben. Sie legt unsere internen Richtlinien zu tierischen Materialien und Tieren im Kontext von DRYKORN fest. Als Teil der Vertragsunterlagen bekommen sie auch unsere Lieferanten.
Für dich und dein DRYKORN-Produkt bedeutet das
- Das Leder oder Lammfell ist ein Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie.
- Das Leder wurde in einer von der Leather Working Group zertifizierten Gerberei gerbt, die mit "Silber" oder "Gold" bewertet wurde.1
In deinem DRYKORN-Produkt wirst du nicht finden
- Echtpelz
- Angora
- Mohair
- Materialien stammen von bedrohten, exotischen oder gefährdeten Arten.
1 Das LWG-Bewertungssystem reicht von "Bronze" über "Silber" bis zu "Gold". Die Bewertung erfolgt durch ein Vor-Ort-Audit in der Gerberei, bei dem insgesamt 17 Faktoren in den Bereichen Umweltauswirkungen, Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz, Chemikalienmanagement und Rückverfolgbarkeit untersucht und bewertet werden. Für weitere Informationen besuche: www.leatherworkinggroup.com/customer-landing-page/
Wir sind nicht vegan.
Wir können leider nicht mit absoluter Sicherheit behaupten, dass unsere Produkte vegan sind. Der Grund ist einfach: Nicht einmal unsere Lieferanten können das. Tierische Produkte sind einfach überall und trotz unserer besten Bemühungen können sie sogar in den Farbstoffen und Waschmitteln unserer Lieferanten vorkommen. Aus diesem Grund kennzeichnen wir unsere Produkte nicht als vegan. Wir wissen eins jedoch sicher: Und zwar, ob Produkte primäre tierische Bestandteile enthalten oder nicht. In unserem Online-Shop kennzeichnen wir sie mit dem Hinweis: "Dieses Produkt enthält keine tierischen Materialien".
Sicherheit geht vor
Es ist absolute Top-Priorität, dass unsere Produkte für ihre Träger:innen sicher sind. Um sicherzustellen, dass die Beziehung zu deinem Lieblingsprodukt von DRYKORN von Anfang an keine toxische ist, halten sich unsere Lieferanten an die strengen Anforderungen unserer Liste verbotener schädlicher Substanzen (Restricted Substances List oder RSL). Die meisten unserer Lieferanten haben sich ebenfalls den Anforderungen des ZDHC MRSL angeschlossen. Darüber hinaus verlassen wir uns auf renommierte Zertifikate wie STANDARD 100 von OEKO-TEX®. Um zu gewährleisten, dass unsere Produkte unsere strengen Anforderungen und Schadstoffgrenzwerte einhalten, führen wir regelmäßige Stichprobenkontrollen in allen Produktgruppen an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette durch. Selbstverständlich arbeiten wir hier nur mit akkreditierten, externen Laboren zusammen.
Kreislaufwirtschaft
Think Circular
Es liegt auf der Hand: Je länger du Kleidungsstücke trägst, anstatt neue Teile zu kaufen, desto geringer ist ihre Umweltbelastung.* Obwohl wir darauf angewiesen sind, dass unsere Kleidung gekauft wird, geben wir doch unser Bestes, um zeitlose und langlebige Mode zu entwerfen, die getragen, repariert und weitergegeben werden kann. Als Kund:in kannst auch du viel tun, um die Lebensdauer deines Lieblingsteils zu verlängern. In unseren Circularity Guides haben wir wertvolle Tipps zu Pflege, Reparatur, Wiederverkauf, and Recycling. Anstatt irreparable Retouren und Stofflaschen als Restmüll zu entsorgen, arbeiten wir mit TURNS®, die diese zu neuem Garn oder Industrietextilien recyceln. Wir nehmen auch deine alten, irreparablen DRYKORN-Teile von für diesen Zweck zurück.
* Wiedemann, S.G., Biggs, L., Nguyen, Q.V. et al. Reducing environmental impacts from garments through best practice garment use and care, using the example of a Merino wool sweater. Int J Life Cycle Assess 26, 1188–1197 (2021). doi.org/10.1007/s11367-021-01909-x
Recycle, Reuse, Refurbish – die vielfältige Welt der Kreislaufwirtschaft ist voller R-Begriffe. Die Realität ist jedoch, dass der Großteil des Textilabfalls leider immer noch verbrannt wird und Ressourcen in Rauch aufgehen. Wenn ein Kleidungsstück jedoch richtig entsorgt wird, wird es am Ende seiner Lebensdauer recycelt.
Trotz unseres Fokus auf Langlebigkeit endet irgendwann das erste Leben eines DRYKORN-Teils. Wir berücksichtigen das Unvermeidliche von Anfang an und legen die Grundlage für vollständiges Textilrecycling. Damit dies möglich ist, müssen jedoch mehrere Anforderungen erfüllt werden.
Idealerweise ist Recycling ein Prozess, bei dem Abfälle gleicher oder ähnlicher Art gesammelt und zu Rohstoffen für neue Produkte verarbeitet werden. Aus diesem Grund bevorzugen wir Monomaterialien, also Stoffe, die aus einer einzigen Faserart bestehen. Wenn wir Fasermischungen verwenden, bevorzugen wir recycelbare Mischungen, die sich ideal für das Faser-zu-Faser-Recycling eignen, wie etwa Baumwoll-Polyester. Wir versuchen, überflüssige Zutaten wie z.B. Knöpfe, Etiketten oder Bänder bereits im Designprozess zu vermeiden. Das reduziert den Recyclingaufwand und erhöht die Reinheit der zurückgewonnenen Fasern.
Textilrecycling ist komplex, spart aber im Vergleich zur Herstellung neuer Fasern viel Energie, CO₂e und Chemikalien. Im Fall von recycelter Wolle entfällt sogar die Notwendigkeit der Tierhaltung.
Arten des Recyclings
Wir unterscheiden zwischen zwei Arten des Textilrecyclings: Mechanisches Recycling und chemisches Recycling.
Mechanisches Recycling wird hauptsächlich für natürliche Materialien verwendet und funktioniert in der Regel ohne aggressive Chemikalien. Dabei werden Textilien zerrissen, um ihre Fasern zu extrahieren. Dabei werden die Fasern jedes Mal kürzer, weswegen die Zugabe von Frischfasern bei der Herstellung neuer Garne erforderlich ist. Wie beim Papier kann dieser Prozess somit nicht unbegrenzt wiederholt werden, da die Faserqualität mit jeder Zirkulation abnimmt. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu sechs Zyklen das Limit (Wolle) sind.
Chemisches Recycling wird für Materialien verwendet, die mechanisch schwer zu recyceln sind. In diesem Prozess werden Kunststoffe – die Polymere – mithilfe von Chemikalien in ihre Grundeinheiten – die Monomere – oder andere grundlegende chemische Substanzen zerlegt. Aus diesen können dann neue Fasern hergestellt werden. Chemisches Recycling ist komplexer und teurer als mechanisches Recycling, aber dennoch eine praktikable Option, da die Qualitätseinbußen vergleichsweise gering sind.
Um Pappkartons zu sparen und unnötigen Abfall zu vermeiden, nutzen wir seit 2023 wiederverwendbare Versandkartons von Hey Circle in unserer Intralogistik. Laut einer Umweltbewertung von Ökopol entstehen die meisten Emissionen im Lebenszyklus von Einwegverpackungen während ihrer Produktion. Mit hey circle-Boxen werden Emissionen und Abfallmengen im Vergleich zu Einweg-Kartonagen nach nur zehn Zyklen reduziert. Nach 50 Zyklen produzieren hey circle Boxen 94 % weniger Verpackungsabfälle und 76 % weniger CO₂ als 50 Einwegkartons. Die Boxen selbst sind recyclebar und seit Sommer 2023 auch teilweise aus recycelten Materialien hergestellt.
Gebrauchte Textilien sind mehr als nur Abfall und viel zu wertvoll, um einfach in Rauch aufzugehen. Dennoch werden die meisten entsorgten Textilien verbrannt oder landen auf Deponien in Entwicklungsländern. Um dem entgegenzuwirken, haben wir Mitte 2023 damit begonnen, Laschen, irreparable Retouren und andere textile Reste für das Recycling durch unseren Partner TURNS® zu sammeln.
Im Jahr 2024 haben wir 1837 kg Textilabfälle zum Recycling gesammelt. Davon wurden 234 kg für das Faser-zu-Faser-Recycling verwendet. 829 kg wurden für den industriellen Einsatz gedowncycelt und die restlichen 774 kg wurden als Restabfall entsorgt, nachdem sie zum Training einer KI-basierten Faseridentifizierungssoftware verwendet wurden.



